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Reptilien in Costa Rica: Schlangen (Spanisch: culebra)

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sabanera realSchlangen sind kaltblütige Tiere, deren Aktivität von der Aussentemperatur abhängig ist: Sie sind nur aktiv, wenn ihr Körper von Sonnenlicht erwärmt wird.

In Costa Rica gibt es 162 Schlangenarten, von denen 22 giftig sind. Die Chance von einer giftigen Schlange gebissen zu werden ist aber sehr gering. Schlangen bewegen sich wenig, sind nachtaktiv, und für das ungeschulte Auge schwer zu erkennen. Die Chance, dass man überhaupt einer Schlange begegnet, ist also klein.

In Costa Rica gibt es 2 Arten von giftigen Schlangen: Grubenottern und Korallenottern. Zu den Grubenottern gehören die notorische Terciopelo-Lanzenotter, die Greifschwanz-Lanzenotter, der Buschmeister und die neotropische Klapperschlange. Grubenottern kann man an ihrem dreieckigen Kopf erkennen, der sich auffällig vom Körper hervorhebt. Ihr Gift zersetzt das Gewebe rund um die Bissstelle herum und greift das zentrale Nervensystem an. Die Terciopelo-Lanzenotter ist ein verbreitete Spezies, welche für den Grossteil der Schlangenbisse im Land verantwortlich ist.

Die am weitesten verbreitete Schlangenart in Costa Rica ist die Natter; diese ist fast ausschliesslich nicht giftig.


Buschmeister (Bushmaster)

Mit einer Maximalgrösse von mehr als 3 Metern, ist der Buschmeister die grösste Giftschlange der Neotropischen Zone. Da sie, wie die meisten Giftschlangen, nachtaktiv sind, sind sie schwierig zu finden. Anders als die meisten Vipern gebären sie keine lebende Jungen, sondern legen ca. 10 Eier.

Korallenotter (Spanisch: Serpiente de Coral)

 KorallenotterKorallenottern erkennt man an ihren auffälligen Farben. Sie haben kurze Reisszähne, die ein für das Nervensystem gefährliches Gift ausstossen. Oftmals ist der Biss der Schlange aber “trocken”, d.h. er enthält kein Gift. Der Grund dafür ist, dass es lange dauert, bis neues Gift produziert wird. Erwachsene Schlangen wissen, dass sie grössere Tiere (wie Menschen) nicht essen können und sparen sich deshalb das Gift lieber. Wenn sie also in einer Notsituation zubeissen müssen, dann tun sie das bei Menschen oft mit einem “trockenen” Biss, damit sie nicht die nächsten Tage hungern müssen.

 

Lanzenotter (Spanisch: Terciopelo)

terciopelo - fer de lanceDie “Bothrops asper” gehört zur Familie der Grubenottern. Diese heissen so, weil sie zwischen den Nasenlöchern eine wärmeempfindliche Grube besitzen, mit der sie andere Tiere ausfindig machen können. Die Terciopelo ist von bräunlicher Farbe mit diagonalen Streifen und wird bis zu 2 Meter lang. Sie ernährt sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren und Opossums. Die meiste Zeit verbringt sie auf dem Boden, ist aber zum Teil auch auf Bäumen zu finden. Lanzenottern gebären 20-60 lebende Jungen (legen also keine Eier), die etwa 20 cm gross sind.

Terciopelo-Lanzenotter

Interessante Fakten:

Terciopelo-Lanzenottern sind für die meisten tödlichen Schlangenbisse in Costa Rica verantwortlich. Aber auch diese Schlangen können “trocken” beissen, d.h. ohne dass sie Gift ausstossen. In der Regel wollen Schlangen ihr Gift nicht an Tieren verschwenden, die sie nicht schlucken können weil sie zu gross sind - wie etwa Menschen. Es dauert einige Tage bis sich wieder neues Gift bildet, und in dieser Zeit können die Schlangen nicht jagen und müssen hungern. Zudem sind sie dann wehrlos. Kleine und mittlere Terciopelos sind also gefährlicher als grosse, da sie diese Erfahrung noch nicht gemacht haben. Zudem seien die Schlangen anscheinend dann besonders aggressiv, wenn sie sich am häuten sind.

 

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